Ein Angriff auf den Tempel der Strahlenden führt mich erneut zu „Vier gegen die Finsternis“. Julia die Fromme (Klerikerin), Acadia (Zauberin), und Lizi (Schurkin) ziehen wieder los. Lizi hat diesmal Garsa die Ungestüme (Babarin) dabei.
Bei „Vier gegen die Finsternis“ handelt es sich um ein Solorollenspiel. Mit vier Helden bricht man in einen zufällig generierten Dungeon auf und trifft auf Fallen, Monster, Quests und Schätze. In diesem Fall wird der Zufall durch vorgegbene Elemente aus dem Abenteuer Die Finsternis von Kokras Tharn ergänzt.
Ein Ohr an den Lüftungsschächten des Dungeon erlaubt es Fragmente der Ereignisse mit zu hören.
Julia liegt seit zwei ganzen Tagen zu Füßen ihrer Göttin. Die Stirn fest auf die kalten Steine gedrückt wartet sie auf eine Eingebung, ein Zeichen dass ihr helfen würde den schändlichen Kobolde Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Am Morgen, im Delirium von Kälte, Hunger und Durst sieht sie es: Klar zeichnen sich die Höhlen von Kokras Tharan in der Aderung der Steinplatten ab.
Nach ihrer Eingebung sammelt Julia in aller Eile Kameradinnen um sich. Es folgen ihrem Ruf die schurkischen Lizi und Magistra Acadia. Lizi hat noch Garsa die Ungestüme im Schlepptau, eine barbarisch anmutende Frau aus dem Weiten Land.
Zusammen ziehen sie los die entführen Priesterschülerinnen zu befreien.
Acadia zu Lizi gebeugt: Warum geht diese Wilde soweit voraus?
Lizi mit gehässigen Unterton: Du stinkst ihr wohl zu sehr — nach Magie.
So betritt Garsa als erstes die Festung und bleibt schlagartig stehen. Sie schüttelt sich und würgt gepresst hervor: Magie, ich schmecke Magie — ich hasse diesen Ort schon jetzt.
Lizi, scharfäugig: Hey, da hängt eine an der Wand!
Garsa dazu lapidar: Wird sie wohl verdient haben.
Was fällt dir ein, hol sie da runter
erwidert Julia aufgebracht über die Gleichgültigkeit.
Was für ein Monster - genau was ich jetzt brauche
hört man von Garsa bevor sie in den Raum stürmt.
Julia signalisiert Acadia Du links ich rechts!
Garsa: ja stutzt dem Ding die Flügel, ich spieß’ es auf!
Einen Augenblick später schallt es nervös und überdreht von Lizi: Oder du bist es die aufgespießt wird.
Aaaaaauuuuuu
Vorsichtig, ein Drache.
wispert Lizi.
Julia beugt sich vor: Drache hin, Drache her — es ist eine Lästerung gegen die Göttlichkeit. Wir müssen ihn beseitigen.
Etwas später unter allgemeinem stöhnen und klagen: Echt jetzt, das nächste Mal machen wir einen Plan bevor es los geht.
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Lizi stimmt Acadia heftig nickend zu: „noch besser: wir lassen das Biest hier unten verrotten und ziehen unserer Wege.
Meine Herrin!
Julia sinkt auf die Knie.
Höre meine Tochter: dieser Ort ist voller Hass und Gewalt. Zeige ihnen das es einen anderen Weg gibt.
Julia verzagt: Aber es sind Dämonen meine Herrin.
Meiner Güte sind keine Grenzen gesetzt. Und nun geh mit meinem Segen.
Hat einer von euch den Raum hinter uns in Brand gesetzt?
Wieso?
Na will da so’n schwefliger Rauch herausquillt.
Angespanntes starten frisst jeden Ton im Raum.
Oh ihr Göttinnen, ein leibhaftige Dæmon!
Wo ist mein Weihwasser? Wo?
Julia, mach was!
Wieso ich? Du hast doch die Muskeln.
Julia, Lizi – geht es euch gut?
Acadia versucht vergeblich einen tröstenden Tonfall anzuschlagen.
Nach mehreren röchelnden Versuchen bekommt Julia heraus: Was denkst du denn? Dieser Gallertklumpen ist überall in mich rein gekrochen und hat mich fast erstickt.
Garsa von weiter hinten im Raum: Das hätte ich gern gesehen, aber ihr standet ja alle im Weg rum und habt mich nicht mitmachen lassen.
Lizi wirft daraufhin wütend eine Stein nach Garsa bevor sie weiteren Schleim erbricht.
Julia: Du! Schon wieder! Kannst du nicht da bleiben wo wir dich beim letzten Mal hingeschickt haben?
Garsa: Diesmal schneide ich dir den Kopf ab. Dann bleibst du vielleicht tot.
Acadia: Redet nicht so viele, wer hat noch Weihwasser?
Garsa wirft die Tore des Tempels auf: Seht, das ist mein Werk!
Der Kopf des Dämon schläft auf dem Boden auf.
Julia etwas außer Atem: Du bist doch irre! Was rennst du so nur um den Tempel meiner Herrin zu besudeln?
An die sprachlosen Tempeldienerinnen gewandt: Die Gefahr ist gebannt und Friede kann wieder einkehren in unser Heim!
