Die Gruppe aus meiner „Die Verbotenen Lande“-Kampagne treibt sich gerade in den Reiszahnwäldern herum. Dort leben ein paar Goblinstämme. Damit Goblins nicht einfach nur diebische Gesellen sind habe ich ihnen etwas mehr von einer eigenständigen Kultur verpasst. Aufbauend auf dem wenigen was im Spielleiterhandbuch steht, versuchte ich dabei ihnen etwas bemerkenswertes zuzuschreiben.
Ich habe momentan nicht die Zeit alles in aller Breite auszuarbeiten. Daher im folgenden nur Stichwörter aus denen hoffentlich hervorgeht was ich mir dachte.
Wenn ich Poliamorie – ich habe damit keine Erfahrung – missverständlich oder falsch verwende könnt ihr mir gerne Hinweise geben wie es besser geht. Ich will da niemandem auf die Füße tretten.
Die Gobins, den meisten Menschen nur als herumstreunende Tunichtgute und diebisches Gesindel geläufig, haben, sofern man die Weisheit aufbringt sich mit ihnen zu beschäftigen, eine erstaunlich komplexe Kultur hervorgebracht. Basierend auf meinen Studien in den tiefen Wäldern…
— „Goblins – eine unterschätzte Spezies“; eine Abhandlung von Magista Magnifica Elementaris Zirda von Laros
- Goblins sind Unterteilt in Sippen
- Jede Sippe interpretiert die alten Überlieferungen anders hinsichtlich ihrer Lebensweise
- (Fast) Allen Sippen gemein ist:
- Regiert wird die Sippe von Matriachinen
- Matriarchin ist
- Wer eine heiratsfähige Tochter oder Enkelin zum Stamm beigetragen hat und
- Keine lebenden Vorfahrinnen mehr hat
- Das Ansehen einer Matriarchin ist gekoppelt mit der Anzahl der Töchter und Enkelinen
- Matriarchin ist
- Männer…
- Regieren nicht
- Verantwortlich für Beschaffungswesen (Lebensmittel, Rohstoffe, „Import-Güter“), Kampf
- Organisieren sich nach belieben untereinander
- Heiraten oft in eine andere Sippe ein
- Frauen…
- Frau ist wer gebären kann (alle anderen sind in der Gruppe „Männer“; Dabei ist „Männer“ eine schlechte Übersetzung in Ermangelung eines passenden Wortes bei den Menschen)
- Verantwortlich für Handwerk, Wissenschaft, Familie, Kriegsführung
- Bleiben auch bei Heirat in der Sippe Beziehungsform
- Polyamore Lebensgemeinschaften
- Innerhalb dieser weitgehend offene Sexualität
- Kinder sind immer der Mutter zugeordnet (der Vater ist oft nicht klar)
- Erziehung, Pflege, allgemein Fürsorge sind geteilte Aufgaben in der Lebensgemeinschaft
- Politik
- Die Lebensgemeinschaften unterstehen einer Matriarchin (die sich aber um mehrere gleichzeitig kümmern kann)
- Mindestens ein weibliches Mitglied ist in direkter Linie mit der jeweiligen Matriarchin verwandt.
- Lebensgemeinschaften können die übergeordnete Matriarchin wechseln durch die Hochzeit eines neuen Mitglieds
- Die Matriarchinen bilden einen Sippenrat
- Stimmrecht haben nur die Matriarchinen (nach Anzahl der unterstellten Lebensgemeinschaften)
- Das Recht zum Rat zu sprechen hat jede Mutter
- Halbnomadische Lebensweise
- Feste Siedlung an heiligem Ort
- Diese dienen als Winterlager und „Altersresidenz“
- Folgen/treiben den/die Wildschweinen vom Frühjahr bis Herbst durch ein festes Territorium
- Das Konzept von persönlichem Besitz ist nicht verbreitet
- Lediglich Insignien/Auszeichnungen werden als persönlich betrachtet
- Regiert wird die Sippe von Matriachinen
- Lebensgrundlage
- Leben mit dem was der Wald bietet
- Symbiotische Beziehung zu den Wildschweinen in ihrer Umgebung
- Eingeschränkter Handel mit Borsten, Häuten, Waldkräutern, Honig…
- Eingeführt werden gerne Wolle, Metallgegenstände, Lebensmittel
- Religion/Zauberei
- Religion und Zauberei sind miteinander verbunden
- Zauberer sind
- Neutral hinsichtlich der Innenpolitik
- Gesellschaftlich abseits stehend
- göttlichen Entitäten zugeordnet und fungieren daher auch als Priester
- Mondgöttin Eor
- Attribute: Schicksal, List, Wandel, Fruchtbarkeit und Tod
- Priester sind…
- Bezeichnung: Kar Zugr = Düstere Wolke; Unheilbringender/-Bote;
- Priester sind Zauberer (bevorzugt Hellsicht, Todesmagie)
- Sind meist Männer
- Bewacht den Stamm gegen alles Übernatürliche und Unerklärliche
- Wohnt meist am Rande der Sippe
- Übernimmt Verhandlungen mit den Geistern der Rotten (quasi Tierarzt)
- Schöpfergöttin Lehm
- Attribute sind Heilung, Geburt, Natur, Handwerk, Klugheit
- Heiliges Wesen: Eichen
- Priester sind…
- Bezeichnung: Lagra Usur = Keimling einer Eiche; Verlockerin des Frühlings;
- Priesterinnen sind Schamanin/Druide (bevorzugt Heilmagie)
- Führen den Stammbaum in mündlicher Überlieferung
- Immer Frauen als Priesterinnen
- Ratgeberinnen des Stammes
- Hebammen
- Übernimmt Rituale des Jahreswechseln mit beginn des Herbstes
- Verhandlungen mit Naturgeistern die als Abgesandte Lehms gelten
- Strom und Klage
- Attribute: Wasser bzw. Himmel (insbesondere Wind); Zusammen Regen
- Elementare Mächte die es zu ertragen gilt
- Strom und Klage werden als die Liebenden angesehen deren sexuelle Zusammenkunft den Regen bringt.
- Priester sind…
- Druiden
- Einzelgänger und sippenlos
- Wandern zwischen den Sippen herum
- Führen Rituale aus um den Wald zu erneuern
- Rabe und alle seine Inkarnationen
- Menschengott - kann bleiben wo der Pfeffer wächst
- Beziehungen zu anderen Völkern
- Elfen: Regelbesessene, überhebliche Leut’
- Orks: Nimm dich in Acht! Aber sonst? Ist mir doch egal.
- Zwerge: neutral
- Wolfmenschen: Konkurrenten um Nahrung und Territorien.
- Halblinge: Unsere dummen Verwandten, manchmal muss man sie vor sich selber schützen
- Menschen: Wo sie schon mal da sind… Nicht die hellsten aber gewalttätig.