Gevatter Frost hält die Rabenlande fest in seiner Faust. Im Dorf versammeln sich die Leute, um den Brunnen vom Eis zu befreien. Ein hagerer Bursche in zerlumpter Kleidung erreicht das Dorf.
Fremder, was führt dich her an diesem kalten Tag?
ruft man ihm entgegen.
Als wäre sie die ganze Zeit anwesend gewesen, steht Zirda in vollem Ornat, Ehrfurcht gebietend zwischen den Dörflern: Mein Schüler! Du bist also zurück.
Während des Getuschels wirft sich der Heimgekehrte zu Boden: Ja, Magista, ich bin zurück und bitte um Verzeihung.
Mit zittriger, verzagter Stimme richtet er sich so an die alte Magierin. Diese zieht ihn, entgegen der Erwartung, auf die Füße und spricht mit warmer Stimme: Komm ins Warme mein Sohn und sei willkommen.
Als die beiden den Brunnen passieren, springt das Eis mit glockenhellem Ton. Man könnte meinen, eine glucksendes, freudiges Lachen aus dem Wasser erschallen zu hören.
Deine Freundin hat dich wohl vermisst.
kommentiert Zirda trocken.
ENDE