Ein Leben in den Verbotenen Landen

Zhadel – Halbelfischer Zauberer

Eine Erzählung von Taarion

Der junge Zauberer Zhadel, Adapte der Elementaren Kräfte, zieht aus in die Rabenlande um seine Herkunft zu ergründen. Stattdessen gerät er aber in allerlei Abenteuer. Zum Glück kann er sich dabei auf neue Gefährten verlassen. Geteiltes Leid ist halbes Leid — so wird jedenfalls gesagt.

Die Abenteuer sind dabei Nacherzählungen der Ereignisse aus der Spielrunde zum Tischrollenspiel Die Verbotenen Lande. Sie fanden also, so oder so ähnlich, im Kopf des Autors wirklich statt.

Namenlos und unbeachtet…

…oder die Furcht vor der Versuchung

Wieso habe ich keinen Namen?

Der Junge der gerade Karotten stückelte sah bei diesen Worten mit einer Intensität zu seiner Lehrerin hinüber die klarmachte das die Antwort auf keinen Aufschub dulden würde.

Zirda rührte trotzdem noch einen Moment stoisch in dem Topf auf dem Herd herum bevor sie sich ihrem Schüler zuwandte.

Es gibt Mächte jenseits der Schleider die solche wie uns beobachten. sagte sie mit heiser Stimme und fuhr leise fort: Nicht alle sind uns wohlgesinnt.

Der Junge unterbrach sie forsch: Das weiß ich alles – was hat das mit meinem Namen zu tun? Alle Kinder im Dorf haben einen! Nur ich nicht!

Diese Kinder sind nicht wie wir raunzte Zirda ihn daraufhin an. Hör zu und unterbrich gefälligst nicht!

Wieder in einem gedämpften Tonfall fuhr sie dann fort: Etwas nicht benennen zu können, zum Beispiel ein Kind das unbedacht ihre Aufmerksamkeit erregt hat, verwirrt sie und, mit etwas Glück, richten sie ihr Streben auf jemand anderes.

Fluchend unterbrach Zirda ihre Erklärung um sich wieder der Suppe auf dem Herd zuzuwenden. Nachdem sie den Topf vom Herd genommen hatte setze sie neu an: Aus diesem Grund mein Lieber, geben wir den Schülern keinen Namen bis ihre Ausbildung abgeschlossen ist.

Und jetzt gib mir die Karotten, mal sehen ab das hier noch zu genießen ist. sagte sie mit abschließendem Tonfall, auf den Topf deutend.